Alarmanlagen

Alarmanlagen schützen Haus- und Wohnungseigentümer, indem sie bei Einbruch ein alarmierendes und gleichzeitig abschreckendes Tonsignal abgeben. Zusätzlich oder alternativ können sie still per Telefon etwa eine Wachfirma alarmieren. 

Alarmanlagen für Haus oder Wohnung können das Sicherheitsempfinden der Bewohner deutlich erhöhen und bieten durch ihre abschreckende Wirkung auch tatsächlichen Schutz vor Einbrüchen.

Bei der Art der Überwachung des Wohnraumes oder Grundstücks gibt es zwei verschiedene Methoden, die sich auch kombinieren lassen:

  1. Bei der Fallenüberwachung werden nur bestimmte Bereiche des Eigenheims überwacht, die ein potentieller Einbrecher höchstwahrscheinlich betreten wird. Diese werden mit Bewegungsmeldern ausgestattet, welche anschlagen, falls ein Einbrecher den Bereich betritt.
  2. Die so genannte Außenhautüberwachung bezeichnet die Kontaktüberwachung aller sicherungsrelevanten Außenöffnungen des zu schützenden Hauses. Dazu gehören zum Beispiel Türen und Fenster.

Unabhängig der gewählten Überwachungsmethode gibt es verschiedene Alarmierungsarten: akustischer (lauter Signalton), optischer (Licht-Warnung) und stiller Alarm (Signal an Sicherheitsfirma). Der Alarm durch optische und akustische Signale soll Einbrecher abschrecken bzw. die Aufmerksamkeit der Bewohner und der Nachbarn erregen. Ein stiller Alarm meldet den Einbruch einer Wachfirma. Er kann außerdem via vorher einprogrammierter Telefonnummer zum Beispiel das Mobiltelefon des Hausbesitzers oder einen Nachbar alarmieren. Ein interner Alarm hingegen benachrichtigt die anwesenden Bewohner (etwa im Obergeschoss) über den Einbruch (im Erdgeschoss). Selbstverständlich lassen sich die verschiedenen Alarmmöglichkeiten auch kombinieren.

Einsatz von Alarmanlagen

Immer mehr Einfamilienhäuser verfügen über eine Alarmanlage, die Bewohner sowie Hab und Gut schützen soll. Sowohl, indem Einbrecher bereits vor der Tat abgeschreckt werden, als auch durch die Erregung von Aufmerksamkeit im Fall eines tatsächlichen Einbruchs. Ein weiterer Vorteil: Versicherungen gewähren meist günstigere Prämien, wenn eine Alarmanlage installiert ist.

Die Kosten für eine normale Alarmanlage halten sich in Grenzen: Bereits ab 1500 Euro ist eine vom Fachmann geplante und installierte Anlage erhältlich. Bei der Nachrüstung unter schwierigen baulichen Bedingungen stellen Funk-Alarmanlagen heute eine gute Alternative zu leitungsbasierten Anlagen dar. Zu den Kosten für den Einbau der Alarmanlage kommen gegebenenfalls Wartungskosten sowie der Austausch der Batterien in den Bewegungsmeldern hinzu.

Die Bewegungsmelder arbeiten meist unabhängig von der Stromversorgung mit Batterien. Diese müssen dann circa alle zwei Jahre ausgewechselt werden, um eine zuverlässige Funktion zu gewährleisten. Die meisten Sensoren erinnern rechtzeitig durch ein akustisches Signal an den nötigen Batteriewechsel.

Es gibt drei verschiedene Arten von Alarm, die sich beliebig kombinieren lassen:

  • Internalarm: keine externen Signalgeber, keine Benachrichtigung außerhalb des Hauses, nur die Bewohner werden alarmiert
  • Externalarm: Alarm mit Ansteuerung der (Ton- und/oder Licht-) Signalgeber
  • Fernalarm: Verständigung hilfeleistender Stellen via Telefon

Alarmanlagen: Einbau und Betrieb

Die Planung und den Einbau einer Alarmanlage durch einen Fachmann sind ratsam. Die Anlage sollte direkt vor Ort geplant werden, um spezielle räumliche Gegebenheiten zu berücksichtigen. Die Auswahl der Komponenten erfordert genaue Kenntnisse der unterschiedlichen Funktionen und technischen Daten aller Geräte. Dazu gehören der Melder, die Meldeleitungen (oder Funkeinheit), die Energieversorgung, die optischen und/oder akustischen Signalgeber (Sirene oder stiller Alarm), die zentrale Steuerungseinheit sowie die Bedienelemente.

Weitere Faktoren, die bei der Planung individueller Alarmanlagen eine Rolle spielen: die Auswahl der passenden Alarmzentrale, die richtige Sirene, der ideale Aufstellungsort des zweckmäßigsten Sicherungsgerätes und so weiter. Das Sicherungsgerät (auch Alarmzentrale) ist das „Kontrollzentrum“ der Alarmanlage: Werden die Melder bzw. Sensoren aktiviert, löst das Gerät entsprechend der Programmierung einen stillen und/oder akustischen Alarm aus.

Regelmäßige Wartung – etwa durch den einbauenden Fachbetrieb – gewährleistet die dauerhafte und zuverlässige Funktion der Anlage.

Für wen eignen sich Alarmanlagen?

Alarmanlagen eignen sich generell für jeden Besitzer eines Wohnhauses oder einer Wohnung. Allerdings sollten sich die Eigentümer vom Fachmann beraten lassen, welche Anlage sich für ihre Räumlichkeiten am besten eignet.

Eine Übersicht der Vorteile einer Alarmanlage und der bei Planung und Einbau zu beachtenden Punkte:

Vorteile
  • Schutz der Bewohner sowie von Wertgegenständen
  • Gut 40 Prozent aller Einbruchsversuche scheitern an Alarmanlagen
  • Günstigere Versicherungsprämien
Zu Beachten
  • Bei Alarmanlagen zum Selbsteinbau herrschen oft Sicherheitslücken, sie lassen sich deutlich leichter manipulieren als Anlagen vom Fachmann
  • VdS Home Gütesiegel garantiert Qualität der Alarmanlage
EXPERTENRAT
Portrait von Heinz-Günter Hüske, Elektrotechniker
Heinz-Günter HüskeElektrotechniker

"Alarmanlagen gibt es in einer Reihe verschiedener Ausführungen, zum Beispiel alarmieren sie Bewohner per Sirene oder still per Telefonanruf. Letzterer lässt sich beispielsweise im Urlaub auch umleiten. Empfehlenswert ist, die Alarmanlage vom Fachmann planen und bedarfsgerecht einbauen zu lassen. Anlagen mit VdS Home Gütesiegel garantieren zertifizierte und geprüfte Qualität. Eigenheimbesitzer sollten auf solche Kriterien achten.

Ein guter Fachmann plant die Anlage vor Ort beim Kunden und nicht am Reißbrett, um die speziellen Gegebenheiten des Hauses zu beachten. Im Haus lässt sich am besten sehen, wo Sensoren angebracht werden sollten und welche Art von Alarm sich am besten für die Bedürfnisse der Bewohner eignet. Auch bei der Entscheidung für Funk- oder Meldeleitungen unterstützt der Fachmann. "


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