Durchlauferhitzer – praktisches Extra für die Küche

Egal ob neue Küche oder Renovierung – der Einbau eines Durchlauferhitzers sollte eine Überlegung wert sein. Moderne Geräte stellen heißes Wasser in wenigen Sekunden bereit und lassen sich ohne großen Aufwand einbauen. Viele kleine Modelle passen problemlos unter die Spüle, Mini-Durchlauferhitzer sind zudem sehr energieeffizient.

Bei der Wahl des passenden Durchlauferhitzers berät der Fachbetrieb. Denn je nach individuellen Anforderungen kann sich ein größeres oder kleineres Modell lohnen, oder ein voll- oder teilelektronischer Durchlauferhitzer.

Durchlauferhitzer: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Damit sich im Durchlauferhitzer keine Keime bilden, sollte das Gerät das Wasser auf 50 bis 60 Grad aufheizen können. Die Temperatur sollte in mehreren Stufen wählbar sein. Lassen Sie sich bei der Wahl der Geräteklasse beraten. Je höher die kW-Leistung, desto schneller können hohe Temperaturen erreicht und größere Wassermengen aufgeheizt werden. Zum Geschirrspülen kann somit ein leistungsstarker Durchlauferhitzer komfortabler sein.

Elektronische und hydraulische Durchlauferhitzer

Die Leistung eines elektronischen Durchlauferhitzers ist im Gegensatz zu hydraulischen Modellen unabhängig vom Wasserdruck. Zur Auswahl stehen teilelektronische und vollelektronische Gerätetypen.

Teilelektronische oder vollelektronische Modelle

Bei teilelektronischen bzw. elektronisch gesteuerten Durchlauferhitzern wird die Leistung an die durchlaufende Wassermenge und die Kaltwassertemperatur angepasst.

Vollelektronische Durchlauferhitzer ermöglichen durch eine Kontrollmessung des erwärmten Wassers noch konstantere Temperaturen. Weicht die Temperatur von der gewünschten Gradzahl ab, wird die Leistung innerhalb von Sekundenbruchteilen angepasst. 

Hydraulische Modelle

Bei hydraulischen Durchlauferhitzern wird die Leistung durch Wassermenge und Wasserdruck gesteuert. Im Vergleich zu elektronischen Modellen verbrauchen vor allem große hydraulische Durchlauferhitzer meist mehr Strom. Sie sind oft auch weniger komfortabel, da es zu Temperaturschwankungen kommen kann. Hydraulische Mini-Durchlauferhitzer können sich dagegen für einen eher geringen Bedarf lohnen, da sie in der Anschaffung oft preisgünstiger als elektronische Modelle sind.

Mini-Durchlauferhitzer und zentrale Durchlauferhitzer

Ob sich ein zentraler Durchlauferhitzer für mehrere Anschlüsse oder ein Mini-Durchlauferhitzer speziell für die Küche lohnen, hängt von den Anforderungen an das Gerät ab.

Mini-Durchlauferhitzer

Soll der Durchlauferhitzer nur heißes Wasser zum Spülen oder Händewaschen in der Küche bereitstellen, ist ein günstiger Mini-Durchlauferhitzer eine Option. Die Geräte werden direkt an der Armatur angeschlossen und entweder an der Wand über dem Wasserhahn installiert oder unter der Spüle.

Der Vorteil: Ein Starkstromanschluss ist nicht nötig. Je nach Gerätetyp kann der Mini-Durchlauferhitzer direkt über eine Steckdose mit Strom versorgt werden, so dass kein eigener Stromanschluss installiert werden muss. Bei kleinere Geräten lässt sich die Temperatur allerdings meist gar nicht oder nur begrenzt regeln, so dass das warme Wasser in der Maximaltemperatur aus dem Hahn kommt.

Zentraler Durchlauferhitzer

Leistungsstarke Durchlauferhitzer für mehrere Zapfstellen können eine Option sein, wenn Anschlüsse in derselben Etage liegen. Soll heißes Wasser aber zum Beispiel für Keller, Dach und Wohnung zur Verfügung stehen, sind in der Regel jeweils separate Durchlauferhitzer oder Mini-Durchlauferhitzer empfehlenswert.

Oft ist die Entscheidung auch eine Kostenfrage: Damit ein leistungsstarker Durchlauferhitzer für das Bad auch die Küche versorgen kann, muss eine Wasserleitung zwischen den beiden Zapfstellen liegen. Die Leitung nachträglich einzubauen, ist in der Regel teurer, als der Kauf separater Durchlauferhitzer für die jeweiligen Anschlüsse. Ein zentraler Durchlauferhitzer der Küche, Bad und gegebenenfalls weitere Zapfstellen versorgt, sollte in jedem Fall dort installiert werden, wo das meiste Warmwasser verbraucht wird.

TIPP

Temperaturregelung: Im Gegensatz zu Kleingeräten besitzen größere elektronische Durchlauferhitzer einen Thermostat, über den die Wassertemperatur bis auf ein halbes Grad genau einstellbar ist.

Stromanschluss für den Durchlauferhitzer

Ein zentraler Durchlauferhitzer benötigt im Gegensatz zum Mini-Durchlauferhitzer einen Starkstromanschluss. Da in der Küche meistens nur ein Starkstromanschluss verlegt ist und dieser in der Regel für den Herd verwendet wird. In diesem Fall kann eine Lastumschaltbox den Strom aus dem Starkstromanschluss zwischen mehreren Geräten verteilen. Vorsicht: Lassen Sie Arbeiten an Starkstromanschlüssen stets vom Fachbetrieb durchführen.

Wo wird der Durchlauferhitzer montiert?

Grundsätzlich gilt: Der Durchlauferhitzer sollte möglichst nah an der Zapfstelle montiert werden, damit der Energieverlust gering bleibt. Je länger die Leitung vom Durchlauferhitzer bis zum Wasserhahn ist, desto mehr kaltes Wasser fließt durch die Leitung, bevor das aufgeheizte Wasser aus dem Hahn läuft.

Durchlauferhitzer als Alternative zum Warmwasserspeicher

Für die Küche eignet sich ein Durchlauferhitzer in der Regel eher als ein Warmwasserspeicher. Da der Speicher Wasser ständig bei mindestens 60 Grad warm hält, schlägt sich dies in den Stromkosten nieder. Ein Speicher  lohnt sich damit meist nur dann, wenn sehr häufig große Mengen an sehr heißem Wasser benötigt werden.

Vorteile elektronischer Durchlauferhitzer
  • geringerer Energie- und Wasserverbrauch
  • die Leistung passt sich durch Sensoren der Wassermenge an
  • exakte, teils sogar gradgenaue Einstellung der Wassertemperatur
  • je nach Modell mit komfortabler Temperaturprogrammierung
  • heißes Wasser steht schnell zur Verfügung
  • platzsparend und problemlos einzubauen