Strom sparen

Mieter und Hauseigentümer suchen bei stetig steigenden Energiekosten kontinuierlich nach Möglichkeiten, ihren Stromverbrauch zu reduzieren. Intelligente Stromzähler und LED-Leuchten können bei diesem Vorhaben unterstützen.

Strom zu sparen ist bei steigenden Energiepreisen für immer mehr Menschen eine Notwendigkeit. Der Stromverbrauch macht immerhin zwischen zehn und 25 Prozent der gesamten Energiekosten im Haushalt aus. Intelligente Zähler, sogenannte Smart Meter, helfen dabei, den Stromverbrauch im Auge zu behalten. Diese Zähler liefern tagesgenaue Verbrauchswerte und zeigen die Zeiten mit dem höchsten Verbrauch direkt auf.

In Neubauten sind intelligente Zähler bereits seit 2010 Pflicht, aber auch die freiwillige Nachrüstung ist möglich und empfehlenswert. Wer seinen Stromverbrauch über die Auswertung der genauen Zählerdaten besser kennt, kann konkrete Einsparungspotentiale besser erkennen. Fünf bis zehn Prozent des Stromverbrauchs lassen sich so oft einsparen. Für eine vierköpfige Familie macht das zwischen 50 und 90 Euro pro Jahr aus. Demgegenüber stehen eine einmalige Einrichtungsgebühr von circa 80 Euro sowie – wenn nicht in den allgemeinen Bereitstellungskosten des Stromanbieters enthalten – eine zusätzliche monatliche Bereitstellungsgebühr von knapp vier Euro.

Stromspar-Möglichkeiten im Haus

Die Beleuchtung in Haus und Wohnung bietet meist das größte Sparpotenzial beim Stromverbrauch. Schon der seit vielen Jahren laufende, sukzessive Umstieg von Glühbirnen auf Energiesparlampen hat hier bei vielen Verbrauchern Kosten reduziert. Leuchten mit LEDs bieten weiteres Sparpotenzial. Sie sind im Anschaffungspreis zwar teurer als Energiesparlampen, verbrauchen aber bis zu 90 Prozent weniger Strom. Dank der hohen Lebensdauer von rund 100.000 Stunden und nur minimaler Einschränkungen bei Lichtfarben und Einsatzort sind sie oft die ideale Beleuchtungslösung.

Weiteres Einsparpotenzial bei den Energiekosten bietet Hauseigentümern eine eigene Photovoltaik-Anlage oder ein Blockheizkraftwerk. Mit beidem kann selbst produzierter Strom den Besitzer teilweise oder sogar nahezu unabhängig vom Stromanbieter und dessen Preisen machen. Noch mehr: überschüssiger Strom kann in vielen Fällen ins öffentliche Netz eingespeist werden und dem Eigentümer dank der Vergütung auf Basis des Erneuerbare-Energien Gesetzes (EEG) sogar Geld einbringen. Initial sind diese Anlagen durchaus eine größere Investition, die sich aber im Normalfall nach sechs bis zehn Jahren amortisiert.

Darüber hinaus bietet eine komplett automatische Steuerung aller im Haus verwendeten Technik wie Beleuchtung, Heizung, Rollläden etc. ebenfalls Stomspar-potential. Die Heimautomation oder Haussteuerung optimiert mittels Sensoren sowie durch vom Eigentümer vorgegebenen Schaltzeiten den Einsatz von Strom- und Energiefressern wie Heizung und Beleuchtung. Im Optimalfall vereint ein solches System sämtliche Funktionsbereiche der Technik eines Hauses und erhöht dazu noch den Komfort und die Sicherheit.

Wie lässt sich Strom bzw. Energie sparen?

Kontinuierlich steigende Energiekosten sind der Grund, warum viele Mieter und Hauseigentümer nach Sparpotenzialen suchen. Hier sind einige Tipps, um in Haus oder Wohnung Strom zu sparen: 

  • Ein Energieberater kann entsprechende Einspar-Potenziale identifizieren. Der Bund fördert solche Beratungen nach der Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie über die Förderung der Energieberatung in Wohngebäuden vor Ort.
  • Nicht nur Geräte mit der höchsten Effizienzklasse sparen Strom. Auch entsprechende Leuchtmittel unterstützen bei der Reduktion der Stromkosten. So sind LED-Leuchten zum Beispiel sparsamer im Verbrauch als Energiesparlampen.
  • Photovoltaik-Anlagen und Blockheizkraftwerke produzieren eigenen Strom, machen je nach Art und Größe vom Energieversorger unabhängig und bringen dem Besitzer gegebenenfalls sogar finanzielle Erträge ein.
  • Ein Hausautomation-System kann Heizung sowie Beleuchtung automatisch ein- und ausschalten oder die Klimaanlage und elektrische Rollläden regeln.
  • In Neubauten bereits Pflicht, sind intelligente Zähler eine gute Anschaffung um die Stromkosten im Auge zu behalten und Sparpotentiale zu identifizieren.
EXPERTENRAT
Portrait von Stefan Schröder, Elektrotechniker
Stefan SchröderElektroinstallateurmeister & Sachverständiger "Energieeffizientes Bauen"

"Hauseigentümer ebenso wie Mieter legen heute oft großen Wert darauf, Strom zu sparen. Die steigenden Energiepreise sind der eine Grund, aber auch das allgemein größere Umweltbewusstsein spielt eine Rolle. Die Möglichkeiten reichen dabei vom Austausch stromfressender Elektrogeräte bis zur Produktion des eigenen Stroms.

Durch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach oder ein Blockheizkraftwerk im Haus steigt die Unabhängigkeit von den Energieversorgern während die Kosten des eigenen Verbrauchs sinken. Brauchwasser-Wärmepumpen hingegen nutzen die vorhandene Wärme der Raumluft, um das Frischwasser im Haushalt zu erhitzen, was die Kosten für die Erwärmung durch die Heizungsanlage einspart.

Wer es ganz komfortabel haben möchte, sollte über ein Hausautomation-System nachdenken. Darüber lassen sich von den Rollläden über die Beleuchtung hin zur Heizung alle energierelevanten Elemente kontrollieren und steuern. Das senkt die Energiekosten und erhöht gleichzeitig den Wohnkomfort, etwa wenn die Zimmertemperatur pünktlich zum Feierabend erhöht wird oder automatische Markisen unerwünschte Sonneneinstrahlung verhindern. Um den gesamten Energieverbrauch im Auge zu behalten, empfehlen sich intelligente Zähler. Sie liefern aktuelle Daten und helfen, den individuellen Stromverbrauch zu verstehen."


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